Archive for the SOCIETY Category
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Der feine Unterschied
Der feine Unterschied Männer wollen die Welt beherrschen, Frauen wollen sie schöner machen. Ob uns das die Biologie oder die Erziehung einbringt, weiß man nicht genau, doch eines haben wir gemeinsam: Lust auf Luxus. Text: Yvonne Schröder (erschienen im profil am 26.22.2012)   In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür und die Schaufenster wetteifern mit üppig geschmückten, blinkenden Auslagen um die Aufmerksamkeit der Passanten, die jedes Jahr erneut vor der Frage stehen: ‚Was schenke ich wem?’ Etwas Besonderes sollte es sein, individuell auf den jeweiligen Empfänger mit Bedacht abgestimmt. Doch oft wird „besonders“ beim Geschenkekauf einfach mit „teuer“ gleichgesetzt. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr wandern laut Statistik Austria so viele Luxusartikel über die Ladentheke wie kurz vor Weihnachten. Die Mehrzahl der Käufer gibt mehr Geld aus als geplant, denn das Fest der Liebe löst einen enormen Perfektionsdrang aus. Da verwundert es nicht, dass eine kürzlich veröffentlichte Studie des Money Advice Service aus Großbritannien aufgezeigt hat, dass im vergangenen Jahr knapp die Hälfte aller britischen Familien einen Kredit aufgenommen haben, um die Weihnachtsgeschenke zu finanzieren. „Beim Kauf von Luxusgütern geht es immer um die Belohnung“, weiß der Psychologe und Konsumforscher Hans Georg Häusel. Der Vorstand... Continue Reading
shinesapnafashion.blogspot.co.at
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Wunschbaby oder Baby auf Wunsch
MUTTERGLÜCK IM REAGENZGLAS Es soll Frauen geben, die schon schwanger werden, wenn sie nur ihre Zahnbürste neben die eines Mannes stellen. „Ich gehöre nicht dazu“, sagt Katharina S. „aber der Grund, dass ich mit 38 Jahren noch kinderlos bin, ist nicht der, dass ich keine Kinder bekommen kann. Es liegt eher daran, dass meine letzten drei Lebensabschnitts­gefährten noch nicht einmal eine Zahnbürste bei mir deponiert hatten.“ Die 38-jährige hat die meiste Zeit ihres Lebens in ihre Karriere investiert. Mit Erfolg. Sie ist Pressesprecherin eines großen österreichischen Unternehmens und verdient mehr als die meisten ihrer Exfreunde. „Meine biologische Uhr tickt und... Continue Reading
profil nr. 34 serie: zukunft der arbeit
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Into the future
Wege oder Irrwege in den Sozialstaat von Übermorgen? Was sich die junge Generation wünscht, wo sie nicht mehr hofft und welche Prognosen es gibt. Angelehnt an das diesjährige Thema des Europäischen Forum Alpbach: „Erwartungen – Die Zukunft der Jugend“ Text Yvonne Schröder / Philip Pfleger, erschienen im profil No 34, in der Serie: “Die Zukunft der Arbeit”   Ob der Disko-Ohrwurm „Into the future“ des Wiener Musikduos Bunny Lake die Denker von Alpbach zu dem diesjährigen Thema inspiriert hat, weiß man nicht. Dass die Mehrheit der österreichischen Jugend lieber in den Clubs zu den Hits der Elektrokombo tanzt, als darüber nachzudenken,... Continue Reading
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Frauen in der Kunst
Frauen in der Kunst, im zeitgenössischen Verständnis bezieht sich das vor allem auf das Wirken von Frauen in der Kunst. Doch nach wie vor sind es die „Frauenkörper in der Kunst“, die Beachtung finden weil sie als Projektionsfläche männlicher Fantasien dienen. Und das in einem menschenunwürdigen Ausmaß. Seit einigen Jahrzehnten hält unter der so genannten Meinungsfreiheit oder Freiheit in der Kunst die Pornografie Einzug in die Kunstwelt. Dass es bei der Diskussion um Pornokunst nicht immer gleich um Lustfeindlichkeit, Sittenwacht oder antiquierte sexuelle Moralvorstellungen gehen muss, wird deutlich, wenn man die Flippermaschine mit den vorne anmontierten, gespreizten Frauenbeinen der amerikanischen... Continue Reading
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Keine Angst, Jungs!
Ein Pamphlet auf das B-Innen I Hätte man Thomas Mann, Arthur Schnitzler oder Siegmund Freud gefragt, was sie von dem B-Innen I halten, sie hätten garantiert gelacht. Das hätten sie aber auch, wenn man sie gefragt hätte, was sie von Präsidentinnen, LKW-Fahrerinnen oder  besser noch: Männern, die Kinder aufziehen, halten. Daher fragen wir sie auch nicht. Können wir auch nicht, sie sind tot. Mit ihnen gestorben sind übrigens auch antiquierte Argumente wie „die Besinnung auf das weibliche Geschlecht verunstalte die deutsche Sprache“, „im Türkischen gibt es keinen Geschlechterunterschied und dennoch werden Frauen diskriminiert“ oder ganz schlau „das bringt doch gar... Continue Reading
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Born to drill
Tiger Moms gibt es auch in Österreich. Mein Beitrag dazu aus dem profil, erschienen im Juni 2012:  Born to drill Sie sprechen drei Sprachen, spielen selbst komponierte Stücke auf zwei Instrumenten und entspannen dann beim Yoga – Kleinkinder von heute werden für die Wirtschaft von morgen gedrillt. Denn die Eltern wissen: Der Wettlauf um die besten Jobs beginnt bereits in den Windeln.   Auf dem Kinderspielplatz Hügelpark, Ecke Stoesselgasse Kupelwiesergasse im 13. Wiener Bezirk wird kaum noch Deutsch gesprochen. Der fünfjährige Valerian erklärt seinem Kindermädchen auf Russisch, dass er noch bleiben will, um mit seinem Spielgefährten Laurence zu Rutschen. Dieser... Continue Reading
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Leitfaden für Männer
Von Schmerzensmännern und Optimierfrauen. Eine Logische Weiterführung: Wann ist ein Mann ein Mann? Die heutigen Männer ab Mitte zwanzig bis Ende dreißig analysieren ihre Gefühle statt zu handeln. Die jungen Frauen hingegen sind zielorientiert und haben genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Mit ihrem Wunsch nach der Re-Emanzipation des Mannes haben die Frauen die Geschlechterdebatte neu entbrannt. Ein Leitfaden. Von Yvonne Schröder (erschienen Wellness Magazin 3/2012) „Das Problem sei nicht, dass die neue Generation der Männer plötzlich ihre Gefühle zeigen und diese sogar kommunizieren, erklärt die 35-jährige Claudia ihrer Freundin Alexandra beim Mittagstisch im Le Troquet im 7. Wiener Bezirk. „Die... Continue Reading
Zu haben über www.wandtattoos.de
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Hotel Mama…
…oder Pension Papa? Hemden bügeln, Geschirr abspülen oder Autoversicherung bezahlen lassen inklusive. Ein Aufenthaltsbericht: „Das ist genau so, als ob ich mir als Frau am Abend die Drinks immer von den Typen bezahlen lassen würde“, argumentierte C. an dem Morgen im Sommer als der Artikel unseres Kollegen M. „Mama sagt der Kofferraum ist zu klein“ im Falter erschienen war. Eine kleine Gruppe Kaffee trinkender Kolleginnen stand in der Falterküche um sie herum und nickte zustimmend: „Wie alt ist er? Über dreißig? Und bringt die Hemden noch zum Bügeln noch zur Mama – unmöglich! Dass ihm das nicht peinlich ist darüber zu... Continue Reading
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Nineeleven
Am Morgen des 11. September 2001 sprang ich um 8.30 Uhr panisch aus dem Bett. Ich hatte verschlafen und das Kamerateam der TV-Produktion „Gotcha Kids“ wartete schon vor dem Kaufhaus „Century 21“, vis-á-vis des World Trade Centers, auf mich. Besser gesagt, auf den Kaffee, für den ich als Produktionsassistentin zuständig war. Jeder weiß ganz genau, was er am 11. September vor zehn Jahren gemacht hat. Meine Mutter etwa, die an diesem Tag in ihrer Boutique war, als sie eine Kundin um zwei Uhr fragte, ob sie das schon mit dem Flugzeug, das in das World Trade Center geflogen sei, gehört... Continue Reading
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Pest in Pink
Verlieren unsere Töchter durch rosa Feen, Glitzer-Lipgloss und Prinzessinnen Outfits den Sinn für die Realität? Pink stinkt bereits vielen Eltern von Mädchen, dabei war die Farbe früher Jungs vorbehalten. Beim Betreten der Zelle Nummer 301 im Schweizer Untersuchungsgefängnis Pfäffikon wundern sich nicht nur die Häftlinge. Die vier mal drei Meter große Zelle ist Pink gestrichen. Die Betonwände, die Decke, der Boden, die Tür, selbst der doppelte Maschendraht vor dem Fenster sind komplett rosa angepinselt. Doch mit Bestrafung hat das nichts tun, vielmehr mit Beruhigung – denn Rosa beruhigt. Der amerikanische Wissenschaftler Alexander Schauss beobachtete bereits vor dreißig Jahren, dass randalierende Gefängnisinsassen beim... Continue Reading
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