Indien ganz aus der Nähe, November 2012
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Wie fair ist Fairtrade?

Guter Weg – mit Schlaglöchern

Fairtrade Österreich feiert heuer zwanzigjähriges Juiläum. Das Gütesiegel für fairen Handel genießt hohes Ansehen, doch wie viel „fair“ in Fairtrade wirklich steckt, zeigt sich bei einer Reise zu den Baumwollfeldern Indien.

Text: Yvonne Schröder – aus dem profil vom 3. Juni 2013

 

Das erste Produkt, das es hierzulande mit dem Fairtrade Gütesiegel zu kaufen gab, war Kaffee. Heute, zwanzig Jahre nach Gründung von Fairtrade Österreich, werden alleine in Österreich über 750 verschiedene Produkte in mehr als 5000 Verkaufsstellen angeboten. Das türkis-grüne Logo ist weltweit das bekannteste Sozialsiegel für fairen Handel und prangt derzeit auf mehr als tausend verschiedenen Produkten in etwa 70 Ländern. Tendenz steigend.

Doch was kann man von einem Konzept des fairen Handels in Zeiten der Globalisierung erwarten? Ein Blick hinter die Kulissen der Produktionskette von indischer Fairtrade-Baumwolle zeigt, wo Kritik anzusetzen wäre. „Gerade im Bezug auf die Baumwollproduktion müssen wir uns immer wieder mit äußerst kritischen Stimmen zu den teils miserablen Produktionsumständen in Ländern wie Indien auseinandersetzen. Und wir werden gefragt, warum wir uns vor fünf Jahren entschieden haben, ein derart heikles Segment in unserem Sortiment aufzunehmen. Die Antwort ist jedoch ganz einfach: Gerade deshalb. Gerade, weil in den ärmsten Ländern Druck auf Kleinbauern, Produzenten und Zulieferer ausgeübt wird, damit diese noch billiger produzieren – was zu noch mehr Armut und unsicheren Arbeitsverhältnissen führt –, müssen wir uns des Themas annehmen“, betont Hartwig Kirner, Geschäftsführer Fairtrade Österreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baumwolle mit dem Fairtrade-Siegel stammt nicht nur aus Indien, sondern unter anderem auch aus Westafrika und aus Brasilien. Um einen besseren Einblick in die Produktionskette zu liefern, lud Fairtrade Ende letzten Jahres zu einem Lokalaugenschein zu den Baumwollfeldern in den Osten Indiens. Gemeinsam mit Hartwig Kirner, Andrea Reitinger von den EZA-Weltläden und österreichischen Pressevertretern traf man unter einem großen Baum inmitten des Dorfes Kumkal, um sich von den Baumwollbauern vor Ort die Arbeits- und Lebensumstände schildern zu lassen. Sechs von den etwa 15 Bauern sind seit etwa einem Jahr Faitrade-zertifiziert und haben bei der letzten Ernte je 4.150 Rupien für einen Zentner Baumwolle erhalten. Alle anderen haben für dieselbe Menge nur 3.500 Rupie erhalten. Deshalb wollen nun auch sie in das Fairtrade-System einsteigen.

„Der größte Ansporn sich zertifizieren zu lassen, ist der so genannte Fairtrade-Mindestpreis“, erklärt Ramprasad Sana, Program Officer von Chetna Organic, während einer holprigen Jeepfahrt über eine ungeteerte Straße, die durch die Regenzeit mit tiefen Schlaglöchern gesäumt ist. Die Chetna Organic Farmer Association wurde 2004 von ein paar hundert Kleinbauernfamilien gegründet, heute zählen rund 10.000 Farmer, wie sie vor Ort genannt werden, dazu. Die Idee der Kooperative ist es, durch die Umstellung auf Bio-Anbau, den Lebensstandard der Baumwollfarmer in Indien nachhaltig zu verbessern. Seit 2005 ist Chetna-Organics Faitrade-zertifiziert.

„Der Fairtrade Mindestpreis ist wie ein Sicherheitsnetz nach unten“, sagt Ramprasad. „Fällt der Welt-Baumwollpreis unter die Fairtrade-Richtlinie, wird dennoch der Mindestpreis ausbezahlt. Liegt der Marktpreis über dem Mindestpreis, ist der höhere, also der Marktpreis vom Händler an die Produzentengruppe garantiert.“ Zudem erhalten die Kooperativen und Genossenschaftsverbände eine Fairtrade-Prämie, die derzeit etwa 0,05 Euro pro Kilo Baumwolle beträgt, plus einen Bio-Aufschlag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter den Baumwollbauern in Indien hat sich herumgesprochen, dass man mit der „Bio-Baumwolle“ Geld verdienen kann. „Ein Kritikpunkt an Fairtrade ist, dass wir in den Markt eingreifen würden“, erklärt Hartwig Kirner bei der Ankunft in einem anderen Dorf namens Thimra, im Bundesstaat Odisha. Da die Bauern durch Fairtrade eine gewisse Preisstabilität geboten bekommen, wollen sie nur mehr Baumwolle anbauen, beziehungsweise je nach Land nur mehr Kaffee, Tee, Bananen oder Rosen. „Auch, wenn so mancher von einem perfekten Markt träumt, müssen wir realistisch bleiben“, sagt der Fairtrade Österreich-Geschäftsführer. „Baumwolle mit dem Fairtrade Zeichen macht derzeit ein halbes Prozent der Gesamt-Baumwollernte in Indien aus – da bleibt also noch viel Spielraum nach oben.“

Indien ist nach China der weltgrößte Produzent von Baumwolle und steht beim Export gleich an dritter Stelle hinter den USA. Die Baumwolle gilt zwar als „weißes Gold“, die Bauern verdienen jedoch nicht mit an dem flauschigen Schatz. In den 1970-er Jahren führten Konzerne hybrides Baumwoll-Saatgut, eine Kreuzung der besten Pflanzen, ein. Mittlerweile fällt 90 bis 95 Prozent des angebauten Saatgutes in Indien in die Kategorie von GMO-Baumwolle (GMO steht für genetically modified organism). Die Samen der GMOs lassen sich allerdings nicht für die Aufzucht neuer Stöcke verwenden, was wiederum bedeutet, dass die Farmer etwa 25 Prozent ihres Gewinnes in das hybride Saatgut zurückinvestieren müssen.

Fallen die Weltpreise für Baumwolle oder ist die Ernte schlecht, können sie nicht mehr in die nächste Aufzucht investieren und verlieren somit ihre Existenzgrundlage. „In den vergangenen 16 Jahren haben sich über 260.000 Farmer in Indien umgebracht“, berichtet Kavitha Kuruganti von der Alliance for Sustainable & Holistic Agriculture (ASHA) bei einem Gespräch in Bangalore, der drittgrößten Stadt Indiens. Um der Schuldenfalle aber auch der Schmach „versagt“ zu haben zu entkommen, wählen viele als letzte Instanz den Freitod, indem sie Pestizide schlucken. Die Pestizide stammen übrigens von denselben Großunternehmen, die auch die Baumwoll-Klone herstellen. Aus Angst vor Missernten und Schädlingsbefall setzen die Farmer auf die Wirkung der kostspieligen Chemiebomben, die Turbowachstum versprechen. Daher werden 50 Prozent aller Pestizide in Indien auf den Baumwollfeldern eingesetzt, obwohl diese wiederum nur fünf Prozent der gesamten Agrarflächen ausmachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Farmer Radhakanthosa aus dem Dorf Thimra, zu dem die Gruppe aus Österreich zum Mittagessen geladen ist, hat die Pestizide auf seinen Baumwollfeldern eingesetzt. Das war früher, jetzt hat er seine Vorgehensweise überdacht, denn „damals sind alle Ziegen gestorben im Dorf“, erzählt er und zeigt auf eine kleine Herde, die heute im Schatten eines Baumes am Rande des Feldes glücklich grast. Daraufhin habe er echte Überzeugungsarbeit geleistet und die anderen Bauern in der Umgebung darüber aufgeklärt, wie schlecht Pestizide seien. Seit fünf Jahren ist er in der Chetna Kooperative und baut ausschließlich biologische Baumwolle an.

Darüber freut sich auch Blem Shila. Die Baumwollpflückerin trennt seit 16 Jahren die Baumwollbälle mit ihren Fingern aus den Kapseln der kratzigen Sträucher, die auf ihre Arme viele Narben gezeichnet haben. Von der Umstellung auf Fairtrade profitiert die 35-Jährige insofern, dass sie nicht mehr den gesundheitsschädlichen Düngemitteln ausgesetzt ist; auch ihre Arbeitszeiten werden nun eingehalten. Finanziell gesehen bleibt für sie und alle anderen Saisonarbeiter alles wie zuvor. 

Die verpflichtenden Kernkriterien für Fairtrade-Kooperativen beziehen sich in erster Linie auf die Produktionsanforderungen wie etwa Richtlinien zu biologischem Anbau sowie zu Arbeitsbedingungen. Arbeitzeiten samt Mittagspausen müssen eingehalten werden, Kinderarbeit ist verboten. Es gibt ein Recht auf Versammlungsfreiheit und ein Verbot für Diskriminierung. Auf die Bezahlung von externen Arbeitern, die von den Bauern selbst beauftragt werden, nehmen die Fairtrade-Bedingungen jedoch keinen Einfluss.

„Die Richtlinien von Fairtrade können nicht die grundlegenden Probleme bei Kurzarbeiterverträgen oder Bezahlungen lösen. Weder bei der Baummwollernte in Indien noch bei der Bananen- oder Kaffeeernte in Afrika oder Costa Rica“, informiert Kirner. „Auch in Österreich gibt es bei kurzen Ernteeinsätzen, wie etwa beim Spargelstechen, nicht immer nur formelle Arbeitsverträge.“ Das primäre Anliegen von Fairtrade sei es, die Farmer, also die Kooperativen an sich, zu stärken. Etwa dadurch, dass die Aufzucht des Saatgutes wieder zurück in die Hände der Bauern gelegt wird, was nicht so leicht ist, da die Hybridsamen selbst gezüchtet werden müssen. „Auf einigen Farmen laufen dazu bereits Tests. Und wenn alles gut geht, können die Bauern schon im nächsten Jahr ihre eigenen Samen anbauen“, sagt Ramprasad Sana, Programm Officer von Chetna Organics. „Das wäre ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung.“ Zudem bestimmen die Bauern selbst, wofür die Fairtrade- und Bio-Prämien eingesetzt werden. In Thrimra, erzählt Bauer Radhakanthosa, wurde von dem verdienten Geld eine Linsenmühle für das Dorf, eine Lagerhalle sowie ein Versammlungsraum für Schulungen finanziert. „Fairtrade-Prämien werden auch für den Bau von sozialen Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, Schulen oder Straßen investiert. Im Notfall sie aber auch einfach ausbezahlt werden“, ergänzt Ramprasad. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch, wenn die Saisonarbeiterinnen in den selben oder benachbarten Dörfern wie die Fairtrade-Baumwollfarmer leben und daher auch von deren Errungenschaften profitieren, müssen sie mit einem Tageslohn von etwa 100 Rupien, umgerechnet etwa 1,39 Euro auskommen. In der Hoffnung auf eine bessere Bezahlung wandern sie daher in die großen Städte aus, um dort zum Beispiel in den Textilfabriken, in denen bis zu 50.000 Menschen pro Werkstätte beschäftigt sind, zu arbeiten. Alleine in Bangalore gibt es rund 1,5 Millionen solcher Arbeiterinnen. „Die Frauen arbeiten meist ohne Vertrag“, erklärt Laura Ceresna von Chaturvedi von Cividep-India, eine NGO, die sich für die Rechte der Arbeiter einsetzt. „Die Textilproduzenten üben enormen Druck aus, indem sie die zu produzierenden Stückzahlen immer weiter erhöhen.“ Wird die Soll-Stückzahl nicht geschafft, muss die Arbeiterin bleiben, bis die Arbeit erledigt ist. „So fallen viele unbezahlte Überstunden an. Zudem gibt es viele sexuelle Übergriffe, denen die Frauen schutzlos ausgeliefert sind.“ Die Sicherheitsvorkehrungen in diesen Fabriken, die meist für ausländische Auftraggeber aus Europa oder den USA arbeiten, sind miserabel. Brände und Unfälle, wie sie zuletzt auch durch die Medien gingen, sind an der Tagesordnung.

In solchen Fabriken wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch Fairtrade-Baumwolle verarbeitet, was einen der größten Kritikpunkte an dem Baumwoll-Gütesiegel darstellt. Bei Kaffee, Bananen oder Rosen ist die Produktionskette einfacher und daher komplett nachvollziehbar. Der Kaffee wird gepflückt, in Säcke gepackt und nach Europa verschifft, wo er geröstet wird. Baumwolle ist ein Ausnahmeprodukt, ähnlich wie die Mischwaren Schokolade oder Fruchtsäfte, da die weitere Verarbeitung oft im Herkunftsland passiert. 

“In Indien gibt es nur sechs große Spinnereien, an die Bauern ihre Baumwolle verkaufen können. Kurzzeitig hat die indische Regierung sogar ein Exportverbot für Rohbaumwolle erlassen, um den Spinnereien die Rohstoffverfügbarkeit zu sichern“, erklärt Kirner. „Für das halbe Prozent Fairtrade-Baumwolle werden jedoch leider nicht die Arbeitsbedingungen in den Spinnereien oder den Textilfabriken geändert.“

Dafür kann man sicher sein, dass Textilien, die das österreichische Fairtrade-Gütesiegel tragen, aus hundert Prozent zertifizierter Baumwolle bestehen. Dieses garantiert zumindest die Nachvollziehbarkeit bis zur Kooperative aus der die Baumwollfasern stammen. Derzeit diskutiert man bei Fairtrade jedoch eine neue Strategie. Im Moment ist es weder in Österreich, Deutschland noch in einem anderen EU-Land erlaubt, Fairtrade-zertifizierte mit anderer, nicht fair gehandelter Baumwolle zu mischen. Wenn also auf einer textilen Waren Fairtrade steht, ist sie auch wirklich unter den damit verbundenen Kriterien hergestellt.

„Heute kann weltweit nur ein geringer Prozentsatz der zu Fairtrade-Bedingungen produzierten Rohstoffen auch wirklich unter dem Titel fairer Handel verkauft werden, da die Kosten für reine Fairtrade-Produkte im Vergleich recht hoch sind“, erklärt Kirner. Daher ist auch der Markt für Öko-Baumwolle in Österreich recht überschaubar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012 wurde in Österreich zwar gegenüber dem Jahr 2011 ein Umsatzplus bei Fairtrade-Baumwolle von 30 Prozent erreicht, Lizenzpartner gibt es hierzulande dennoch recht wenige. Große Partner sind etwa Vossen, die in erster Linie afrikanische Baumwolle für ihre Handtücher, Bademäntel und Duschmatten verarbeiten und Betten Reiter mit Vorhängen und Bettbezügen. Internationale Modelabels wie Adler Moden, Schiesser, Jack & Jones und Monsoon beliefern auch Österreich, führen jedoch meist nur Sonderstücke wie etwa T-Shirts aus Fairtrade-Baumwolle in ihren Kollektionen.

Wird die Vermischung der Fasern zugelassen, sinken die Einkaufspreise für die Textilketten, womit deren Absatz im Regelfall steigt. „Letztlich ist es immer ein Abwägen der Parameter“, sagt der Fairtrade-Chef Kirner. „Unser Anliegen ist es natürlich, den Absatz der Fairtrade-Baumwolle zu steigern – was letztlich den Kooperativen und den Bauern zugute kommt, da sie größere Aufträge erhalten, beziehungsweise noch mehr unter ihnen nach Fairtrade-Richtlinien anbauen.“

„Bei der Marke Anukoo ist jedes Kleidungsstück aus hundert Prozent fair gehandelter Baumwolle und das wird auch so bleiben“, sagt Andrea Reitinger von der EZA-Weltläden. Die Pressesprecherin dieser größten und ältesten Importorganisation Österreichs, die den fairen Handel unterstützt, reiste mit nach Indien, da sie sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen wollte. „Die Fairtrade-Baumwolle, die wir verarbeiten, stammt einerseits von Chetna Organic Farmers Assocciation zum anderen von Bauern und Bäuerinnen aus dem indischen Bundesstaat Madhya Pradesh.”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute gehören 90 Weltläden in ganz Österreich zur EZA, unter anderem auch das bereits genannte Label Anukoo, bei dem man sich auf trendige, junge Mode spezialisiert hat. Natürlich gäbe es noch Raum zur Weiterentwicklung für Fairtrade – etwa die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von SaisonarbeiterInnen, wie Andrea Reitinger meint. Doch auch nach ihrem Besuch der Baumwollfelder ist sie überzeugt von dem Prinzip: „Die organisierten Bio-Bauern und -bäuerinnen werden als Akteurinnen und Akteure in der Herstellungskette gestärkt. Der Fairtrade-Mindestpreis samt der ausgeschütteten Prämien schenken eine finanzielle Sicherheit, die andere Systeme nicht bieten.“

 

Die Organisationen: Fairer Handel im Netz

Fair Trade: www.fairtrade.at

Chetna Organics: www.chetnaorganic.org.in

ASHA, Alliance for Sustainable and Hollistic Agriculture: www.indiagminfo.org

Cividep-India, Workers Rights and Corporate Accountability: www.cividep.org

Infos zu Produkten:

Produktdatenbank von Fairtrade: www.fairtrade.at/produkte/produktsuche/

Hier kann man gezielt nach Produktkategorie (Baumwollprodukte, Rosen, Kaffee etc.), Hersteller und Verkaufsstelle in Österreich suchen

Clean Clothes Kampagne Österreich (CCK) – Infos über Arbeitsbedingungen, Markenfirmen, Arbeitsbedingungen und Gesetze, www.cleanclothes.at

 

 

Die Geschichte von Fairtrade

Die ersten Fairtrade-Organisationen wurden zwischen 1946 und 1949 im kirchlichen Umfeld in Nordamerika gegründet und vertrieben in erster Linie Handwerksarbeiten aus Jute hergestellten Gütern. 

Der allererste Fairtrade Shop wurde daher 1958 in den USA eröffnet. Diese ersten Aktivitäten hatten jedoch noch nicht das welthandelspolitische Ausmaß wie heute.

Erst in den 1960-er Jahren wurde die europäische Fair-handelsbewegung gegründet, angetrieben durch radikale Studentenbewegungen, die internationale Konzerne für ihre Geschäftsmodelle kritisierten.

1968 gewann der Slogan „Trade not aid“ („Handel statt Hilfe“) Anerkennung und sollte auf lange Sicht die Fairhandelbeziehungen mit den Entwicklungsländern verändern. In den 1980-er Jahren kamen zum Handwerk auch landwirtschaftliche Produkte in den fairen Handelsvertrieb.
Die ersten Nahrungsmittel, die als „fair“ verkauft wurden waren Kaffee, Tee, getrocknetes Obst, Kakao, Zucker, Fruchtsäfte, Reis, Gewürze und Nüsse. In den 1990-er Jahren entstand das erste Gütesiegel mit dem Namen TransFair.

Seit 1993 gibt es Fairtrade in Österreich. Das Netzwerk umfasst heute 1,2 Millionen Kleinbauernfamilien und Beschäftigte in 66 Ländern. Das türkis-grüne Fairtrade-Logo zeichnet heute mehr als tausend unterschiedliche Produkte in etwa 70 Ländern aus.

 

Gut gekleidet und zugedeckt: Faire Baumwolle in Österreich

 

EZA Fairer Handel

Alle Shops mit Öffnungzeiten unter www.eza.cc

Anukoo
Faire Designer-Fashion im Anukoo Shop, Gumpendorfer Str. 28, 1060 Wien, www.anukoo.com, Tel. 01-58 11 343, shop@anukoo.com, Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18:30 Uhr, Sa 10-17 Uhr, Anukoo gibt es aber auch in den Weltläden sowie in ausgewählten Boutiquen, Shopfinder auf www.eza.cc/anukoo/shopfinder

Göttin des Glücks
Shop 1: Operngasse 32, 1040 Wien, Tel: 0676-3587415,
Öffnungszeiten: Mi–Fr 11–18h, Sa 10–16h
Partnershop: Das Studio, Kirchengasse 17, 1070 Wien, Di–Fr 12–19h, Sa 11–17h,
Unter www.goettindesgluecks.com/produktion gibt es einen Reisebericht zu Indien und dem Anbau der verwendeten Baumwolle

Vossen
Die Fairtrade-zertifizierte Baumwolle für Vossen stammt aus dem afrikanischen Mali, unter anderem von der Baumwollkooperative UC-CPC Sébékoro. Insgesamt sind über 3.000 Kleinbauern Mitglied dieser Kooperative. Die Endproduktion findet in Jennersdorf unter Einhaltung strengster Umweltauflagen statt. Vossen gibt es unter anderem bei Betten Reiter.

Schiesser
Unterbekleidung für Damen und Herren.
Shops und Onlineshop unter www.schiesser.com

Adler Moden
Shopfinder & Onlineshop auf www.adlermode.com

 

 

die schroeder
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