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Kunst im Spiegel

Neben der Mode ist die Kunst mein zweites Steckenpferd. Auch wenn ich das Studium abgebrochen und auch als Muse nicht wirklich funktioniert hab’, verschlägt es mich doch zu jeder freien Minute in die Welt der Kunst – und allem, was sich als solche bezeichnet.

Eine ganz besonders interessante Arbeit zeigt derzeit die Künstlerin Elena Mildner, die ich medial unterstütze. Ihre Ausstellung ist noch bis Ende Dezember zu sehen, in der Galerie Art Works, Austrian Contemporary Gallery, Kärntnerstraße 13-15, 1010 Wien, 1. Stock 

Mit selbst gebauten Spiegelkonstruktionen und durch ihre Interkulturalität erschafft die von der Bering Straße in Russland stammende Künstlerin Elena Mildner neue und spannende visuelle Welten. Sie verändert den Blickwinkel auf Dinge, Körper und Räume sowie auf erlebte Momente und seit neuestem auch auf ganze Städte. „Durch meine jahrelange Arbeit mit Spiegeln haben sich mir Sichtweisen eröffnet, die meine aber auch die Vorstellungskraft des Betrachters entfesseln“, so die Künstlerin, deren Atelier sich in der Burggasse in Wien befindet.

In der Ausstellung Habitat & Visual Drugs, vom 31. Oktober bis 31. Dezember 2012 in der Galerie Art Works im Ersten Wiener Bezirk, sind zum allerersten Mal die überraschenden Arbeiten von Elena Mildner aus den letzten zwei Jahren zu sehen.
Zwei Serien werden gezeigt:
Visual Drugs entstand durch Installationen mit so genannten, von Mildner selbst konstruierten „Morphing Mirrors“. Diese lassen Farben, Körper und Räume durch Projektion ineinanderfließen und verändern eindrucksvoll die Realität. Festgehalten werden die „visuellen Drogen“ auf Fotografien, Leinwand oder durch Kaschierungen.
Die Serie Habitat zeigt, wie die Projektionsarbeit die Wahrnehmung der Künstlerin über die letzten Jahre beeinflusst hat. „Es ist, als hätte sich ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet“, erklärt Mildner. Welchen spannenden Einfluss die veränderte Sichtweise der Künstlerin auf Wien und andere Städte hat, sieht man in ihren neuesten Collagen. Sie gestaltet unseren Lebensraum (Habitat) um, indem sie gelernte Fixpunkte entfesselt und neu inszeniert. Sie bringt etwa die goldene Kugel der Secession zum Schweben, durchbricht die Mauern des Mumok oder lässt die Skyline der Wallstreet in New York mit Grabsteinen verschmilzen.
Bei Elena Mildners Arbeiten liegt das emotionale Eintauchen in neue Sphären des Unbewussten im Fokus. Sie verzerrt die Wahrnehmung des Betrachters und verführt ihn gleichzeitig, die Realität identifizieren zu wollen.

 

Serie „Visual Drugs“:

1. Monaco wave, 2010, Foto on canvas, 150/110 cm ed.3+1

 

 

Serie „Habitat“:

2. Secession, Sensation of antigravitation,2012, C-print on dibond,70/106cm Ed. 9+1

 

 

3. Mumok Arc de Triomphe, 2010, C-print on dibond,65/50cm, ed.9+1

 

 

 

About the artist

About the Artist: http://www.elena-mildner.com/

Elena Mildner

Elena Mildner ist in der Bucht Provideniya an  der Bering Straße in Russland geboren, seit 1991 lebt und arbeitet sie in Wien. Die Galerie Burggasse 21 ist seit 7 Jahren ihr permanenter Ausstellungsraum und Atelier, wo sie ebenfalls als Kuratorin von Ausstellungen anderer Künstler, Galerien und Designer tätig ist.

FACTS

 

Ausbildung:
Narodnij University of Art, Moskau
Bauman Moscow State Technical University
Gnessin State Musical College (Jazz Vocal, Improvisation), Moskau

 

EXHIBITIONS

Auswahl der wichtigsten Ausstellungen der letzen Jahre:

2. Internationale Kunstmesse, 2002, Wien

MoMa in Berlin, 2004, Neue Nationalgalerie

Museums Quartier, Monat der Fotografie, 2004, Museums Quartier, Wien
Landschaften visueller Meditation, 2007, Galerie Artplay, Moskau & Burggasse 21, Wien

Millionaire Fair, 2007, Moskau
Radikale Alltäglichkeit, in Kooperation mit
dem National Center for Contemporary Arts of Moscow, 2008, Wien

Liquid Cities, International Video Art Limousine Festival, 2010, London

Artmonaco 2010

“Femme fatale”, Rudolf Budja Galerie, Salzburg, 24.07-30.08.2010

Art Salzburg – International Fine Art Fair 15.08.2010 – 22.08.2010

“Autogeister” Billionaire, Gallery Fotoworld, Monaco, 2010

Saatchi gallery, Artist of the day 27.08.2010

“Self remote control”, Burggasse 21, Wien, 24.09-24.10.2010

“Eyes On Visual Drugs”, Burggasse 21, Eyes On, Monat der Fotografie, Wien, 3.11-20.11.2010

“Information Milk” 63rd World Newspaper Congress,Wien, 10-15.10.2011

 

die schroeder
Website
1 Comments
  1. Liebe Frau Schöder :-)

    wäre ich auf Facebook würde ich hier Liken. Spannender Artikel; ich kannte die Künstlerin noch garnicht. Spiegelarbeit zur Raumöffnung ist wirklich interessant, vor allem an öffentlichen Plätzen, die der Allgemeinheit bekannt sind.
    Auch ich bearbeite und betrachte unter anderem das “Öffnen” von Räumen und Möglichkeits-/Assoziationsräumen. Im April arbeite ich daran in einem säkularisierten Kloster in Irsee (1h von München) als eingeladene visuelle Künstlerin bei einem Festival (Tonspuren). Da werden beispielsweise Räume durch zusätzliche Türen mit teils realistischen teils bizarren Hintergründen geöffnet und erweitert. Mehr darf ich noch nicht verraten :-)

    Toller Tip, werde mal mehr über die Künstlerin recherchieren. Danke.

    Lia

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