Daniel Craig_James Bond
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Skyfall, ein Film für Frauen!

Verabredet war ich mit insgesamt drei Herren, die im gleichen beruflichen Feld tätig sind. “Ja, ok, super – Bondfilm-Premiere. Na sicher bin ich dabei…” und noch viele weitere euphorische Bekundungen bekam ich zu hören. Doch dann, heute am Morgen, kurz vor 8 – ja, für Daniel Craig stehe ich auch nach vier Stunden Schlaf vergnügt und munter auf der Matte – die erste Absage: “Äh, Du, ich schaffs’ nicht”, irgendwas mit der Katze und der Mutter, die zu Besuch ist. Der zweite hat gar nicht abgesagt… ja, wenn Du das jetzt liest, Herr Mar., dann weißt Du wer. Und der dritte hat nach meiner Nachfrage: “Bist jetzt dabei?” geschrieben, er müsse sich das neue Baby eines Freundes anschauen gehen. Meine Theorie: Die waren alle segeln. Wieso das? Fragen Sie Frau Mira – hier unter dem Beitrag „Segeln”

Aber ich will mich nicht beschweren, ganz im Gegenteil, so konnte ich Daniel gemeinsam mit der äußerst charmanten Kollegin Claudia genießen, die an denselben Stellen lachte, wie ich. Die übrigen Männer im Saal lachten meist an anderen Stellen, wie etwa bei der Vorführung eines älteren Automobils. Aber genau das macht den “neuen” Bond aus. Er bedient Männer ebenso wie Frauen. Wie damals eben. Nur dass wir Frauen jetzt auch etwas zum Schauen haben. Mr. Craig ist nämlich entweder komplett in Tom Ford (Beifall!) gekleidet oder oben ohne (ebenfalls Beifall!).

Der Anfang war klassisch, wie bei beiden vorherigen Bonds. Viel Action, sehr kreativ. Motorräder-Verfolgungsszene über Dachziegel, dann Bagger auf Zug, Bond im Zug, beim Aufprall elegant seinen Anzug richtend, Bond tot. Na ja, man kann es sich denken, wenn man die Vorschau im Trailer sieht. Auf die Frage von Xavier Bardem, welches sein Hobby sei, antwortet er Martini-trocken: Resurrection, also Auferstehung.

Und dann noch Xavier, welch ein Bösewicht! Zum Niederknien. Und nicht nur weil er zu den „Sexiest Men alive gehört”. Gut, in dem Aufzug nicht, aber man denke nur an “Vicky, Christina, Barcelone”… Ok. ich schwelge ab.

Der Oscar-Preisträger und Mann von Penélopé Cruz zeigt im Bond, warum er den kleinen goldenen Mann sowas von verdient hat. Und noch mehr davon.
Schon von Weitem, bei seinem ersten Auftritt fürchtet man sich davor, dass er näher kommt. Er glänzt vor Boshaftigkeit, lächelt lasziv und tragisch zugleich und hier und da gelingt ihm sogar die Komik. Man muss es sagen: Er spielt den Daniel an die Wand. Zum Glück hat man ihn optisch so entstellt, dass er ihm nicht ganz die Show stehlen kann.
Alles in allem wird viel gelacht im neuen Bond-Film. Teilweise auch vor kindlicher Freude bei den Actionszenen am Ende. Inhaltlich für mich das absolute Highlight: Die Homo-erotische Szene zwischen dem blond-gefärbten Bösewicht und dem haferstrohblonden Bond. Ein Tabubruch im doch nach wie vor machistisch angehauchtem Action-Genre. Applaus!

Die Bond-Girls sind wie immer sehr schön und bedienen alle Geschmäcker. Die eine drahtig adrett, die andere kurvig lasziv. Leider habe ich mir bis jetzt ihre Namen nicht gemerkt. Aber vielleicht die Herren, die den Film gesehen haben. Wenn Daniel Craig auf der Leinwand ist, kann ich eben nur aus der weiblichen Sicht berichten. Nichtsdestotrotz gibt es eine sehr intensive und sehr diffizile Szene zwischen 007 und der schönen Dunkelhaarigen in einem asiatischen Kasino (bevor einer der Bodyguards von einem Riesen-Leguan gefressen wird. Ebenfalls lustig). Auch hier ist schön zu betrachten, dass der Held, also Bond, wieder einmal solch eine empathische Seite zeigt. Er erkennt die Leidensgeschichte der jungen Frau sofort, entlarvt ihre Geschichte und damit ihre Maskerade. Ein sehr spannender, gut gespielter Moment, wenn auch nicht so herzerwärmend wie die Duschszene im ersten Teil.

Das wirkliche Bond-Girl ist allerdings Judy Dench. Warum dem so ist? Weil sie Bond zum Weinen bringen wird. Wie einst nur Eva Green zuvor. Und die, muss ich an dieser Stelle einmal betonen, werde ich als denkende Frau, die trotzdem gerne hohe Schuhe trägt, für immer an der Seite des blonden Engländers vermissen. Da reicht mir auch keine Miss Moneypenny als Ersatz.

Fazit: Meiner Meinung nach sollte der Film nicht “Skyfall”, sondern „Back to the roots” heißen, da es viele Backlinks zu den alten Filmen gibt. Und wenn wir hoffen dürfen, folgt nun als nächstes ein Remake des alten “Goldfinger”.

Geglänzt haben in weiteren Rollen: Ralph Fiennes als „Mallory” und Ben Whishaw als “Q“, bekannt aus dem Film „Das Parfum”

Mein Abnehm-Tipp:
Unbedingt hinschauen wenn Xavier Bardem im Glaskäfig sitzt und “M” sein “wahres Gesicht” zeigt. Hat mir den Appetit aufs Mittagessen gleich mal genommen.

 

 

Der Trailer für jene, die nicht mehr warten können: BOND TRAILER

 

Der Film startet offiziell am 1. November in den österreichischen Kinos – und ist für mich ein absolutes Herbst-Highlight!

Offizielle INFOS dazu:

Bond-Fans in aller Welt warten schon gespannt auf den Kinostart von SKYFALL, dem 23. Abenteuer des berühmtesten Geheimagenten der Welt, James Bond 007. Rechtzeitig zu dessen 50-jährigem Leinwand-Jubiläum am 5. Oktober 2012 wird in Österreich der offizielle Kartenvorverkauf beginnen.

Die feierliche Weltpremiere von SKYFALL findet am 23. Oktober in Anwesenheit von Prinz Charles und der Herzogin von Cornwall in der Royal Albert Hall in London statt, ehe der Film am 1. November auch in die österreichischen Kinos kommt.

In SKYFALL wird Bonds Loyalität M gegenüber auf eine harte Probe gestellt, als seine Vorgesetzte von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Als der MI6 unter Beschuss gerät, muss 007 die Angreifer aufspüren und unschädlich machen, ohne Rücksicht auf den Preis, den er selber dafür zahlen muss.

SKYFALL stammt von Albert R. Broccolis EON Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment. Das Jahr 2012 markiert das 50. Jubiläum der legendären Filmreihe.

 

 

Kooperationen drumherum gibt es natürlich auch nicht wenige. Hier einmal die wichtigsten.

 TOM FORD

„Skyfall“ wird komplett von TOM FORD ausgestattet, die Brille Modell 144 (siehe Aufmacher-Bild) kostet 265 €

UND:

Coca-Cola zero stimmt Österreich unter anderem mit einer limitierten Bond-Edition sowie einer aufregenden Promotion auf das Filmhighlight im Herbst ein.

 

 

 

 

die schroeder
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