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Austria’s Next…

…Topdesigner. Thomas Kirchgrabner im Porträt.

Österreichische Designer verkaufen und schicken ihre Mode an Liebhaber in der ganzen Welt – doch bei uns zählen sie immer noch zur Designsubkultur. Warum aber sind österreichische Modemacher international meist angesehener als hierzulande? Eine Theorie besagt, dass Österreich selbst noch nicht bereit ist für die kreativen, teils sehr ausgefallenen Designs. Dabei berufen sich gerade die heimischen Kreateure auf alte Traditionen, sie interpretieren sie nur neu. Sie beherrschen ihr Handwerk und legen großen Wert auf Qualität bei Stoffen und Verarbeitung. Zum Teil schneidern sie sogar Dirndl, Abendkleider für Bälle und Pelzroben. Österreichischer geht es doch fast schon gar nicht mehr…

Fragt man mich, wer zukünftig international so richtig einschlagen wird, dann gibt es nur eine Antwort: Thomas Kirchgrabner. Nein, auf Pelz stehe ich deshalb nicht – allerdings schließe ich mich seiner Meinung an. Wer Fleisch isst, darf auch Pelz tragen. Und schöner Pelz kann nur aus guter Haltung kommen, da man das Leid der Tiere auch am Fell erkennt. Und gute Palzhäuser achten darauf woher die Tiere kommen und die Kontrollen sind mittlerweile sehr streng.

Mich faszinieren Kirchgrabners Entwürfe, die meiner Meinung nach internationales Niveau haben – und nicht nur auf den, wie es eine Freundin genannt hat, “Chaoswickeln” basieren, die man des öfteren in der Wiener Designschule findet. Thomas Kirchgrabner beherrscht sein Handwerk. Deshalb beleuchte ich den jungen Schneider auch hier einmal genauer:

Wir leben in einer Gesellschaft, in der man sich aussuchen kann,wie man leben möchte. Ich habe mich dafür entschieden, Fleisch zu essen, Leder und Pelz zu tragen“, sagt der 27-jährige Österreicher Thomas Kirchgrabner, der schon jetzt zu den angesagtesten Modedesignern Österreichs gehört. Seit drei Jahren ist Kirchgrabner für das Design des Modehauses Liska verantwortlich, und das mit einer täglich wachsenden Fangemeinde. Liska führt neben Pelzen auch Kleidung und Accessoires edelster Luxusmarken wie Lanvin, Jimmy Choo, YSL oder Wunderkind. Der Absolvent der Modeschule „Herbststraße“ und Gewinner des „Austrian Creative Fur Awards“ wird bereits mit dem jungen Helmut Lang verglichen. Die Arbeit mit dem Pelz macht Thomas Kirchgrabner Spaß. Er achtet genau darauf, woher die Pelze stammen und hält die strengen Richtlinien der Dachverbände strikt ein. Kirchgrabner selbst hingegen würde niemals Kunstpelz tragen, weil bei dessen Produktion das Grundwasser stark verschmutzt wird.

 

Wo zu kaufen: Liska, Graben 12, 1010 Wien

(Shops auch in Prag, Bratislava und Budapest)

http://www.liska.co.at

 

Aus der aktuellen Winter-Kollektion:

 

 

So kann Pelz auch aussehen / Liska Herbst/Winter 2011/2012:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Designer Thomas Kirchgrabner

die schroeder
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