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Das Haus am See

Die österreichische Riviera, so könnte man diesen Abschnitt des Wörthersees in Kärnten auch bezeichnen. Am Ufer von Pörtschach hat sich ein neues, schickes Hotel entfaltet – mit einem überwältigendem Ausblick und italienischer Atmosphäre: Das Lake’s.

Da es sich leider zeitlich nicht zu den Lake’s Fashion Days im Mai ausging, die im Lake’s stattfanden: http://fashiondays.mylakehotel.com, nahm ich also das brandneue Haus in aller Ruhe unter die Lupe.

Vom 24. bis 26. Juni durfte ich samt Begleitung und Hund in einer Suite im Haus am See gastieren. Gleich bei der Ankunft war mein Freund, der des öfteren auch als mein privater Architekturexperte fungiert, von der Bauweise des Hauses angetan. Das Interieur wirkte auf den ersten Blick komplett durchdesignt, mit reduzierten Eyecatchern und schicken Details, viel Licht, hellem Holz, Glas und Metall, dazu weiße und schwarze Möbel als Kontrast. Klassische Hotelzimmer findet man im Lake’s keine – vielmehr Studios oder Suiten in mediterranem Stil. Und ein Penthouse gibt es auch. Alles in allem hat mich das Haus an ein exklusives Kreuzfahrtschiff erinnert oder auch eine gestrandete Yacht.

Die Riviere Suite, in der wir einzogen, war etwa 60qm groß und erstrecke sich über zwei große Zimmer, ein extrem schönes Bad – in dem das einzige Manko war, dass es keine Türen gab. Weder zum WC noch zur Dusche.

Mein persönliches Highlight im Wohnzimmer war der Schrankkoffer, in dem sich die Minibar samt Tellern, Besteck und Essbrettchen befanden. Als Selbstversorger dort einzuchecken ist also auch kein Problem. Wahrscheinlich auch die bessere Variante, da sich das Essen im Lake’s als ein kleiner Kritikpunkt des Wochenendes herausstellte. Leider war die Auswahl des Frühstücks nicht gerade sehr groß – mit Aufschnitt, Eierspeise, Brot und Gemüsestückchen aber wahrscheinlich ausreichend für leicht zufrieden zu stellende Begleiter. Für die auf Ernährung achtende Metabolic-Tanten wie mich war leider nicht sehr viel Essbares dabei. Und auch das dreigängige Menü am Abend entpuppte sich als nicht ganz dem schicken Haus entsprechend. Es war zwar geschmacklich vollkommen in Ordnung, nur leider schon ein wenig kühl und auch nicht unbedingt spannend in der Zusammenstellung. Die Getränkeauswahl erwies sich als ein wenig einfältig – was nicht nur daran lag, dass der Restaurantchef sehr schlechtes Deutsch sprach. Dafür bekamen wir dann einen kleinen Italienischkurs… was mir als eingefleischte Frankophile ein wenig auf die Nerven ging.

Aber da die Studios groß genug sind kann man auch dort dinieren. Zudem gibt es nur wenige Meter entfernt einige Supermärkte (Billa & Spar), in denen man sich versorgen kann – was man ja auch darf und bei Belieben soll – und viele nette kleine und am See gelegene Restaurants und Bistros.

Verliebt habe ich mich in den begehbaren Kleiderschrank, in dem durch einen Bewegungsmelder immer das Licht anging über der Kleiderstange, wenn ich ihn betrat. Schrankkoffer und Licht im Schrank kommen jetzt auf meine Liste, die ich meinem Freund kurz vor Weihnachten einmal präsentieren werde: Dinge, die ich gerne selbst in der Wohnung haben möchte.

Das Beste des Aufenthaltes war ganz eindeutig die Aussicht – vom Weg über den Steg hinunter zu den Sonnenliegen, als auch vom riesigen Balkon des Zimmers aus. Der Wörthersee direkt vor den Füßen, blau glitzernd am Tag und in der Nacht gespickt mit den warmen gelben Lichtern der Hotels und Villen am Seeufer. Ein fast malerisches Bild mit den schicken Liegen nur in Weiß, dem hellen Holzboden und den schaukelnden kleinen Schiffen.

Leider war das Wetter nur wenige Stunden schön genug, um in der Sonne zu weilen und damit die eigentliche Pracht des Schickeria-Hotels voll auszukosten (natürlich saßen wir immer dann im Auto, wenn die Sonne schien). Trotz der Wolken haben wir es aber einmal versucht und uns in einen der windgeschützten Paravans am Außenpool gelegt –  frisch aber dennoch g’mütlich. Vertrieben wurden wir letztlich nur von einer Schar spielender Kinder, die recht lauthals das Territorium annektierten. Eine Aufsicht oder Zeiteinteilung für schreiende Kinderstimmen am frühen Nachmittag hätte den Service noch abgerundet. Der Service im Hotel selbst war sehr angenehm – immer freundlich aber sehr dezent. Allerdings dauerte es ein wenig länger als gedacht bis wir ein paar Möbel auf dem Balkon hatten – auch der ausgeliehene DVD Rekorder funktionierte nicht mehr und die Italienischstunde… na ja, wie gesagt. Bei einem französischen Service wäre mir das bestimmt nicht aufgefallen.

Meinen besonderen Pluspunkt für das Lake’s gibt es eindeutig für die Hundefreundlichkeit. Der Vierbeiner durfte sich überall mit hin bewegen – vom Zimmer zum Steg bis zum Restaurant.

Sobald das Hotel auf Hochtouren läuft, sich also hier und da sich noch ein bisschen eingespielt hat (wenn es um das Essen, Ruheoasen oder auch den Service geht) checke ich ganz sicher wieder dort ein. Allerdings nur bei viel Sonnenschein und mit demselben Begleiter.

 

Lake’s – my lake hotel & spa, Augustenstraße 24
A-9210 Pörtschach am Wörthersee
Telefon: +43 (0)4272-28 220
info@mylakehotel.com
www.mylakehotel.com

Preise 2011:

Das Riviere Studio liegt bei 200 Euro/Nacht (pro Zimmer) Low Season – in der High Season bei 340 Euro/Nacht (pro Zimmer)
Die Riviere Suite kostet in der Low Season 310 Euro/Nacht (pro Zimmer), in der High Season 560 Euro/Nacht (pro Zimmer)

 

die schroeder
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